Love Speech

Love Speech Wiesbaden möchte Menschen zum Thema Hass und Hetze im Netz sensibilisieren. Es bietet Auseinandersetzungsmöglichkeiten mit dem Thema Hate Speech, bringt Menschen in Wiesbaden zusammen und unterstützt sie dabei, sich im Internet für Menschenrechte und gegen Hass einzusetzen.

In den Kommentarspalten der sozialen Netzwerke wie Twitter, Instagram, Youtube, Snapchat und Facebook sind Hass und Hetze allgegenwärtig.

Dieses Phänomen ist auch in Wiesbaden zu beobachten: Wenn beispielsweise Artikel einer lokalen Zeitung in Sozialen Netzwerken geteilt werden, die von geflüchteten Menschen handeln, explodiert die Kommentarspalte. Häufig lässt sich dabei beobachten, dass die Kommentare kaum auf die eigentliche Meldung eingehen. Die Meldung dient nur als Deckmantel für menschenfeindliche Argumentationen. Allzu oft ist es ein offen vorgetragener Hass. Inhaltliche Auseinandersetzungen finden dabei weniger statt, vielmehr überwiegen menschenfeindliche Argumentationen. Die Argumentationen speisen sich aus Ideologien wie beispielsweise Rassismus, Antisemitismus, Homo-, Trans- und Intersexuellenfeindlichkeit, Hass auf Frauen, Hass auf Menschen mit Behinderung, Feindschaft gegenüber Obdachlosen, etc

Um diese hässliche Seite des Internets zu greifen, hat sich die Beschreibung Hate Speech etabliert.

Um dem Hass und der Hetze im Netz auf kommunaler Ebene etwas entgegenzusetzen, begann im Mai 2016 die Organisation, Planung und Durchführung des Love Speech Projekts, unter der Trägerschaft von Kubis e.V. in Kooperation mit Spiegelbild. Mittlerweile ist das Projekt ganz in die Trägerschaft durch Spiegelbild übergegangen.

Der Multiplikator*innen-Workshop:

In dem bereits entwickelten Workshop werden praxisbasiert und erfahrungsorientiert verschiedene Möglichkeiten und Strategien gegen digitale Menschenfeindlichkeit mit Multiplikator*innen diskutiert. Das Phänomen Hate Speech ist mittlerweile vielen bekannt und in medialen Berichten und wissenschaftlicher Forschung ein Thema. Die Erkenntnisse zum Thema entwickeln sich ständig weiter. Die verwendeten Beispiele und Inhalte des Workshops zum Thema Hate Speech werden regelmäßig aktualisiert.
zum Multiplikator*innen-Workshop

Der Workshop für junge Menschen/Schüler*innen
(12-14 Jährige):

Uns wurde bewusst, wie sehr Hate Speech bereits Thema auch bei Jugendlichen ist. Es wurde im Jahr 2019 eine weitere Version des Workshops für Schüler*innen. Bei der Durchführung zeigte sich, dass Hass und Hetze in Sozialen Netzwerken zur Erfahrungswelt von Jugendlichen gehören. Das Konzept des Schüler*innen-Workshop ermöglicht den Schüler*innen eine erstmalige Auseinandersetzung mit dem Thema in einem pädagogischen Raum.
zum Workshop für junge Menschen/Schüler*innen

Die Facebook Gruppe

Seit den ersten Workshops existiert eine offene Facebook – Gruppe, um Menschen zusammenzubringen, die sich gegenseitig dabei unterstützen gegen Hass und Ungleichheitsideologien vorzugehen. Für die Mitglieder besteht die Möglichkeit die Gruppe auf Hass in Kommentarspalten aufmerksam zu machen und zur Unterstützung bei der Gegenrede aufzurufen.
zum Facebook-Auftritt des Love Speech Projekts

Gefördert wird Love Speech momentan von „Demokratie leben!“ auf kommunaler Ebene.