Dienstag, 09. Februar 2021, 19:00 Uhr
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Zum Zusammenhang von Erinnerungskultur und Erinnerungsabwehr

Erinnerungskultur in Deutschland ist vielfältig und ein Zeugnis jahrzehntelanger zivilgesellschaftlicher Erinnerungskultur in Deutschland ist vielfältig und ein Zeugnis jahrzehntelanger zivilgesellschaftlicher Kämpfe. Seit der Wiedervereinigung haben sich Gedenkveranstaltungen und Erinnerungsorte zu einem staatstragenden Kulturgut entwickelt. Einige betonen insbesondere in den Zeiten des aufstrebenden Rechtspopulismus die Bedeutung der Erinnerungskultur. Kritiker*innen misstrauen dieser »Wiedergutwerdung der Deutschen«.

Vor diesem Hintergrund möchten wir folgende Fragen diskutieren:

  • Wer erinnert in Deutschland an wen und warum? Und wessen Perspektiven werden verdrängt?
  • Welche Funktionen und welche identitätsstiftende Wirkung erfüllt die deutsche Erinnerungskultur in einer postnazistischen und postmigrantischen Gesellschaft?
  • Welche Bedeutung hat Erinnerungskultur in Zeiten, in denen Geschichtsrevisionismus eine parlamentarische Vertretung im Bundestag findet?

Es diskutieren:

  • Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden
  • Monty Ott, LGBTIQ+-jüdischer Aktivist
  • Prof. Dr. Julia König, Juniorprofessorin für Allgemeine Erziehungswissenschaften der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.
  • Saba-Nur Cheema, pädagogische Leiterin der Bildungsstätte Anne Frank

Die Veranstaltung wird im Livestream auf YouTube übertragen.

Eine Veranstaltung von Spiegelbild in Kooperation mit dem Amt für katholische Religionspädagogik