5. November 2026, Einlass 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr
Kulturzemtrum, Schlachthof Wiesbden, Kesselhaus

ZÄSUREN & ZWISCHENRÄUME

Podiumsgespräch über jüdische Erfahrungen mit Antisemitismus in Hochschule und Kultur

 

Öffentliche Orte sind für viele Jüdinnen und Juden in der jüngsten Vergangenheit verstärkt zu Räumen der Verunsicherung geworden. Das betrifft Hochschulen ebenso wie Clubs, Kulturorte oder politische Veranstaltungen. Neben offenem Antisemitismus und Gewaltfantasien prägen dabei auch Erfahrungen des Wegsehens, Relativierens und Schweigens das gesellschaftliche Klima.
Das Podiumsgespräch nimmt jüdische Erfahrungen in Hochschule und Kultur in den Blick.
Wie verändern Antisemitismuserfahrungen das Gefühl von Sicherheit, Zugehörigkeit und Sichtbarkeit? Welche Erwartungen und Fremdzuschreibungen richten sich an jüdische Stimmen? Warum finden manche Erfahrungen Gehör, während andere relativiert oder übergangen werden? Welche Verantwortung tragen Hochschulen und Kulturinstitutionen im Umgang mit Antisemitismus? Und was braucht es, damit jüdisches Leben in diesen Räumen sichtbar, selbstbestimmt und selbstverständlich stattfinden kann?

Ruben Gerczikow

ist Autor und Publizist. Er recherchiert zu antisemitischen Strukturen im analogen und digitalen Raum. In der Vergangenheit hat er bereits für zahlreiche Print- und Onlinemedien in Deutschland geschrieben. Seine Veröffentlichungen behandeln die Themenfelder Antisemitismus, Rechtsextremismus, Islamismus, jüdische Gegenwart und Fankultur.

Irina Ginsburg

arbeitet bei OFEK e.V. – Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung. Zu den Ratsuchenden gehören unter anderem Studierende und Hochschulangehörige sowie Menschen aus dem Kunst- und Kulturbereich.

Evelyn Deller

ist Studentin und Referentin zu Antisemitismuskritik und dem russichen Angriffskrieg. Sie hat Arbeitserfahrung als historisch-politische Bildnerin in der Schul- und Erwachsenenbildung und . Sie ist vielfältig in jüdischen Selbstorganisationen engagiert untere anderem als Vize-Vorstand des Jüdsichen Studierendenverbands NRW.
Evelyn Deller macht zudem Online auf Antisemitmsus aufmerksam, der für sie das Studieren bisweilen unmöglich macht.

Anke Schu

ist Sozialarbeiterin und Erziehungswissen-schaftlerin. Sie arbeitet als Professorin für Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit am Fachbereich der Hochschule Darmstadt. Seit April 2026 ist sie Beauftragte für Betroffene von Antisemitismus und Antisemitismusprävention an der Hochschule Darmstadt.

Eine Veranstaltung von Spiegelbild und Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden