Mit dem Projekt „Nach dem 7. Oktober – Pädagogische Strategien gegen Antisemitismus“ beteiligt sich Spiegelbild an der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch pädagogische Praxis. Das Projekt wird im Rahmen der BAMF-Sonderausschreibung 2024 zur „Bekämpfung von Antisemitismus in Deutschland“ gefördert und gehört zu den bundesweit ausgewählten Vorhaben.
Ziel des Projekts ist es, Fachkräfte aus Bildung, Sozialer Arbeit und Zivilgesellschaft im Umgang mit Antisemitismus zu sensibilisieren und ihre Handlungssicherheit zu stärken. Im Fokus stehen Lehrkräfte, pädagogisches Personal im Übergang Schule–Beruf sowie Engagierte aus Migrant*innenselbstorganisationen.
Durch zielgruppenspezifische Fortbildungen, Netzwerktreffen und begleitende Beratungsformate schafft das Projekt Räume für Austausch, Reflexion und gemeinsame Strategieentwicklung. Die Angebote werden praxisnah und in enger Abstimmung mit den jeweiligen Zielgruppen entwickelt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie pädagogisches und zivilgesellschaftliches Handeln nach dem 7. Oktober konkret zur Stärkung demokratischer Kultur, zur Bearbeitung antisemitischer Dynamiken und zur Zurückdrängung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beitragen kann.
Ein besonderes Anliegen des Projekts ist die Entwicklung nachhaltiger Handlungsstrategien, die über einmalige Impulse hinauswirken. Dafür setzt Spiegelbild auf interdisziplinäre Perspektiven, lokale Vernetzung und die Zusammenarbeit mit bestehenden Netzwerken für Integration. Dazu gehören insbesondere kommunale Akteur*innen, Migrant*innenselbstorganisationen, Integrationsstrukturen sowie weitere zivilgesellschaftliche Initiativen vor Ort.
Die Rückmeldungen aus der Praxis zeigen: Es braucht nicht nur Wissen, sondern auch Räume, in denen Unsicherheiten thematisiert, Erfahrungen geteilt und konkrete Strategien gemeinsam entwickelt werden können. Genau hier setzt das Projekt an.
Projektinformationen
Laufzeit: September 2024 bis Dezember 2026
Ansprechpartner: Benny Momper
Kooperationspartner: Ausländerbeirat Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Schule, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft
Förderung: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“
