Antiziganismus ist seit dem Mittelalter ein fester Bestandteil europäischer Gesellschaften – und er wirkt bis heute fort. Oft bleibt er für die Mehrheitsgesellschaft unsichtbar, wird ignoriert oder entthematisiert. Für Betroffene hingegen ist er Realität: in Sprache, in Ausschlüssen, in institutionellen Erfahrungen, in Unsichtbarmachungen – und auch in transgenerationalen Traumata.
Wir wollen deshalb nicht über Betroffene sprechen, sondern ihnen zuhören: den Erfahrungen, Analysen und Perspektiven von Menschen, die Antiziganismus als Ideologie und Praxis erleben – und die seit langem Expertise dazu aufgebaut haben. Uns geht es um ein vielschichtiges Thema mit vielen Stimmen: um Worte und Bilder, um Normalisierungen, um gesellschaftliche Grenzen und um die konkreten Herausforderungen im Alltag.
Wir möchten den Stimmen von Expert*innen aus Betroffenenperspektive Raum geben und laden herzlich dazu ein, zuzuhören, mitzudenken und sich mit den eigenen Blicken, Routinen und Leerstellen auseinanderzusetzen.
Denisz Petrovity (Amaro Drom, Berlin)
Ricardo Lenzi Laubinger (Sinti-Union Hessen)
Förderverein Roma (Frankfurt a. M.)
Moderiert von Samira Mahi-Moussa
eine Veranstaltung von Spiegelbild und dem Wiesbadener Bündnis für Demokratie im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus