Schüler_innen Coaching- Die basa e.V zu Besuch in Wiesbaden

Am 7.05.2013 war Ursel Östreich von der basa e.V. zu Besuch bei Spiegelbild im Projekt „Ge(h) denken – Task Force Migration“ an der Heinrich-von-Kleistschule in Wiesbaden.

Seit September arbeitet Spiegelbild mit dem Kurs zum Themenbereich Migrationsgeschichte im Nachkriegsdeutschland. Nun stehen die Abschlussprüfungen an und die Frage nach „Was mache ich danach?“ nimmt einen großen Stellenwert im Leben der Jugendlichen ein.

Um auf ihre Bedürfnisse einzugehen luden wir Ursel Östreich von der basa e.V. ein, um gemeinsam mit den Jugendlichen herauszufinden, wo ihre Stärken und Interessen liegen und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben können. Frau Östreich hatte hierfür den Explorix Fragebogen zur Ausbildungs- und Laufbahnplanung mitgebracht.

Aufgeregt und konzentriert wurde alles ausgefüllt und die Auswertung angefangen. Anders als die Tests, die von den Jugendlichen bei der Berufsberatung ausgefüllt werden mussten, wo der Fokus in den Testfragen auf dem schulischen Bereich liegt und Aufgaben gestellt und bewertet werden, um herauszufinden was man kann oder eben nicht, liegt der Fokus bei dem Explorix Fragebogen auf der Selbstreflexion und Selbsteinschätzung der Jugendlichen. Er ist also interessensgeleitet und gibt die Möglichkeit auf Grundlage der Selbsteinschätzung ein Bild von dem zu erzeugen, was einem tatsächlich liegt oder kann Tendenzen aufzeigen, in welche Richtung es gehen kann, ohne von einem „Können“ oder „Nichtkönnen“ auszugehen.

Manche warteten ganz gespannt und nervös als Frau Östreich ihnen die Berufsvorschläge vorlas, ob denn nun auch wirklich der Traumjob dabei ist und man in seiner eigenen Wahl und Selbsteinschätzung bestätigt wird. Es war einige Male ein erleichtertes „juhuuu!“ zu hören, als der eigene Berufswunsch vorgelesen wurde. Oder Erstaunen wenn auf einmal Berufe kamen die man so noch nicht für sich selbst gesehen hatte, weil sie scheinbar unerreichbar weit weg lagen. So war ein Jugendlicher sehr gerührt als ihm gesagt wurde „Wie wär`s vielleicht Ingenieur?“ Seine Antwort war: „hm, da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Ich kann Ingenieur werden. Oh mann!“

Es wurde deutlich, dass erkannt wurde, dass man selber, mit dem „wie“ man ist, sein eigenes Leben bestimmt und ganz viele Stärken in einem schlummern. Abseits von Schulnoten eröffnet sich so eine neue  Realität der Möglichkeiten und die Palette der Handlungsmöglichkeiten kann sich erweitern. Diesen Möglichkeitsraum nicht mehr künstlich klein zu halten und zu denken, war für die Jugendlichen und uns als Beobachterinnen ein besonderes Erlebnis.

Vielen Dank für diese tollen Momente