Projekttransfer Task Force Migration

In der Woche vom 21-24.05.2013 fand die erste Projekttransferwoche des Xenos Projektes Task Force Migration  zur  basa e.V. in der „Alten Schule“  durch die Jugendinitiative Spiegelbild aus Wiesbaden statt.

Zehn Jugendliche der Gesamtschule am Gluckenstein, von denen schon einige im ersten Halbjahr bei einer Projektwoche des basa e.V. dabei waren, nahmen an der „Task Force Migration“ teil.

Das Projekt „Task Force Migration“, entwickelt durch die Jugendinitiative Spiegelbild des Aktiven Museums Spiegelgasse für deutsch-jüdische Geschichte in Wiesbaden e.V., ist ein pädagogischer Ansatz, mit Jugendlichen gemeinsam zum Themenbereich Migrationsgeschichte zu arbeiten und zu forschen.
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Der erste Tag stand im Zeichen der Gruppenbildung. Die Projektwoche im Rahmen des Sozialen Dienstes war von den Jugendlichen frei gewählt, was bedeutet, dass sie sich auch untereinander kaum bis gar nicht kennen, da sie aus der 7, 8 und  9. Klasse der Gesamtschule kommen.  So wurde sich erst mal kennengelernt und gemeinsam Gruppenaufgaben bewältigt, die sehr viel Spaß machten und die Gruppe zusammenschweißte. Danach ging es los mit dem inhaltlichen Arbeiten. Es wurde ein Zeitstrahl von 1950-2013 gebaut mit allen wichtigen Stationen der Arbeitsmigration und folgendem Zuzugsstop, Integrationsdebatte und dem neuen Zuwanderungsgesetz.

Andrea Gotzel, Spiegelbild: „Jugendliche können sich dieses komplexe Thema rund um Migration unabhängig ihres Schultyps den sie besuchen, erarbeiten, wenn es entsprechend methodisch begleitet wird.“

Als besondere Überraschung war Herr Papadopoulos zu Besuch und berichtete von seiner Einwanderung und der ersten Zeit in Deutschland. Die Jugendlichen fragten sehr interessiert nach und hörten sehr aufmerksam zu, welche Geschichten Herr Papadopoulos zu erzählen hatte. „Und woher kommt ihre Frau? Auch aus Griechenland?“ „Ne die ist deutsche – aber sie liebt Griechenland natürlich- sonst könnte ich nicht mit ihr verheiratet sein!“ war seine Antwort mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht.
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Am dritten Tag waren die Jugendlichen die Gestalter_innen. Sie entwickelten vier Fragen. So wurde zum Beispiel danach gefragt, wie es für jemanden war irgendwo fremd zu sein, was gut oder schlecht an Deutschland ist, und was denn eigentlich Migration bedeutet. Die Jugendlichen teilten sich in Gruppen auf und wurden mit Filmkameras und Diktiergeräten sowie Fotoapparaten ausgestattet. Eine Gruppe interviewte mit Filmkamera Menschen in Anspach. Im Rathaus war der Leiter des Bereiches Familie, Sport und Kultur, Frank Vogel, gerne bereit für ein Interview. Eine andere Gruppe fuhr in das Nord-West-Zentrum und interviewte dort Passanten.

Ursel Oestreich, basa e.V.: „Sie haben spannende Antworten eingefangen, sehr clever gefragt und nicht aufgegeben auch wenn einige Menschen nicht dazu bereit waren ein Interview zu geben.“

Am Ende des Tages ist eine Menge Material zusammengekommen, das gesichtet und überspielt wurde und den ganzen kommenden Tag mit viel Geduld und Durchhaltevermögen zusammengeschnitten wurde. Heraus kam ein spannender kurzer Dokumentarfilm, der bald auf unserer Homepage angesehen werden kann.

Bemerkenswert an der Woche war, wie schnell die Gruppe das Projekt zu Ihrem Projekt gemacht hat, sich jeder und jede mit einbrachte und wie respektvoll miteinander gearbeitet wurde. Als Feedback schrieben uns die Jugendlichen Briefe zu der Woche „…was ich gut fand ist das wir ein Team waren“ „…es sind Freundschaften entstanden…“,  „wir haben dort sehr inhaltlich gearbeitet“.“ „wir werden alle sehr viel aus dieser Woche mit in unser Leben mitnehmen“.

Bei Nachfragen steht Ihnen Andrea Gotzel gerne über das Kontaktfeld zur Verfügung.